2. Womo-Überführung 2017

Von Minneapolis nach San Francisco

Fotos von Ellen Jost

Anna Und Dieter L.

 

Eine außergewöhnliche Dienstfahrt die man selber finanzieren muß und die auch noch unheimlich Spaß macht.

04. Mai 2017

Am Flughafen Düsseldorf wurden wir schon von Anna und Dieter L. erwartet. Schnell tranken wir noch einen Cafe bevor wir durch die Sicherheitskontrollen gingen. 

05. Mai 2017

Um 8:00 Uhr holte uns ein Bus ab, der uns nach Forest City zu der Firma Apolllo brachte. Nach einer kleinen Einweisung konnten wir unsere Fahrzeuge in Empfang nehmen.

Unser Fahrzeug war ein 22ft großes Womo mit einem F350 Ford Super Duty.

Also eine Spritvernichtungsmaschine 26-28ltr. auf 100 km.

Der Innenraum war sehr kompakt, das Schlafzimmer befand sich im hinteren Bereich auf der linken Seite und gleich rechts war das Bad. Links die Küche und rechts die Stitzgruppe. 

 

So machten wir uns auf den Weg um unseren ersten Einkauf in einem Walmart in Blue Earth zu tätigen. Der war aber zu klein, so dass wir den nächst größeren aufsuchten. Dort gab es dann auch Frischfleisch und eine größere Auswahl an Lebensmittel. Als wir alles eingeräumt hatten, fuhren wir noch ein Stück und suchten uns einen Platz zum Übernachten.

06. Mai2017

Da wir nur bis Mitchel gefahren waren, mussten wir heute Morgen Anna und Dieter wieder einholen. Wir trafen sie am Missouri auf einem großen Rest Area Parkplatz. Zusammen fuhren wir in die Badlands. Diese liegen im Südwesten von South Dakota, Badlands, deshalb weil es durch Erosion und Verwitterung für die Landwirtschaft nicht geeignet ist. Hier wurde auch zum Teil der Film "Der mit dem Wolf tanzt" gedreht.          

2. Etappe dieses Tages war Mount Rushmore

Der Mount Rushmore ist ein Berg in den Black Hills, South Dakota nahe dem Örtchen Keystone. Der Berg verdankt seinen Namen dem New Yorker Anwalt Charles Rushmore, der ursprünglich die Goldschürfrechte für das Gebiet erworben hatte.

Zu sehen sind jetzt, George Washington, Thomas Jefferson, Theodore Roosevelt, Abraham Lincoln. Abends haben wir auf dem KOA Campground am Mount Rushmore gegrillt.

7. Mai 2017

Gegen 9:15 Uhr fuhren wir in Richtung Sturgis. Dort trafen wir bei MC Doof Anna und Dieter. Danach gings zum Devils Tower.

Der Devils Tower: vor mehr als 60 Millionen Jahren stieg geschmolzene Lava in die Sedimentschichten bis dicht unter die Bodenoberfläche auf. Beim Abkühlungsprozess zog sich die Magma zusammen und bildete die so typischen säulenartigen Strukturen aus. Über die Jahrmillionen legte die Erosion allmählich den Devils Tower frei. Heute erhebt sich der Devils Tower 264 Meter hoch, das Tal des Belle Fourche River überragt er um 386 Meter. Sein ebener Gipfelbereich hat eine Fläche von rund 6000 m² der Durchmesser am Fuß, den eine große Schutthalde umgibt, beträgt 320 Meter.
Nach 6 Kilometern über eine asphaltierte Stichstraße von der I 24 erreichbar.

08. Mai 2017

Da unsere Warmwasserversorgung defekt war suchten wir einen RV-Händler auf. Nach einiger Wartezeit konnten wir weiterfahren. Über Buffalo ging es über die HWY 16 nach Cody. Auf dem Campground Ponderosa fanden wir zwei Stellplätze für uns. 

09. Mai 2017

Heute hatten wir als Endziel Mammoth Springs im Yellostone NP vorgesehen. Wir fuhren gemeinsam über den HWy 120 dann links auf die 296 landschaftlich eine sehr schöne Strecke, wie man an den Bildern sehen kann. Letztendlich nachdem wir an den Eingangshäuschen (diese befinden sich noch in Montana) vom Yellostone NP unsere Annual Pässe gezeigt hatten, gelangten wir über die 212 nach Mammoth Springs. Hier machten wir unsere Fotos von den Sinterterassen, außerdem liefen hier auch noch die Bisons frei rum. Einer stand direkt vor unserem Wohnmobil. Nach dem Besuch des Visitor Centers fuhren wir zum Mammoth Springs Campground.

10. Mai 2017

 

Heute sind wir nur ein paar Kilometer gefahren und zwar biszum Madison Junction Campground. Hier haben wir unser Womo abgestellt. Peter ist dann mit Anna und Dieter zum Old Faithful gefahren, ich (Ellen) blieb im Womo, da mich eine Erkältung heimgesucht hatte. Abends haben wir dann noch den Grill angeworfen und ein paar saftige Steaks gebraten.

11. Mai 2017

Bei strahlendem Sonnenschein machten wir uns auf den Weg. Zunächst ging es über den Hwy 20 dann über Scenic Byway zu den Upper Mesa Falls. Dort hin führt eine kleine Stichstraße, aber es lohnt sich. Danach ging es Richtung Jackson hier haben wir nochmal voll getankt. Gegen 17:00 Uhr suchten wir den KOA am Snake River auf und machten für heute Schluß.

12. Mai 2017

Wieder ein sonniger Tag, es ging ein Stück am Hoback River entlang Hwy 191. In Pinedale haben wir noch mal in einem Genral Store unseren Kühlschrank etwas aufgefüllt. Dann ging es über Rock Springs nach Vernal. Dort übernachteten wir auf dem Walmart Parkplatz. 

13. Mai 2017

Heute fuhren wir weiter auf dem Hwy 191 durchs Capitol Reef, das hat uns schon sehr beeindruckt was die Natur so alles erschaffen hat. Im Dixie NF fanden wir einen kleinen Wald CG für 0,- $.

14. Mai 2017

Heute haben wir uns den Bryce Canyon angesehen. Da es mir erkältungsmäßig immer noch nicht gut ging, haben wir uns entschlossen mit dem Womo den Bryce Canyon zu erkunden. Es gab genügend Overlooks wo man mit dem Womo stehen bleiben durfte. Übernachtet haben wir dann in Panguitch auf dem Hitch-N-Post CG nordöstlich vom Canyon.

15. Mai 2017

Wir machten uns auf den Weg zum Zion NP. Wir waren sehr erstaunt über diesen National Park unsere Augen wurden immer größer je näher in den Park hinein fuhren. Wir fuhren von Osten hinein und mußten für die Tunneldurchfahrt 15,-$ bezahlen. PKW´s fahren kostenlos durch. Die Rancherin gab genaue Anweisungen wie wir dadurch zu fahren haben. Nur in der Mitte des Tunnels und auf gar keinen Fall anhalten!! Draußen wieder angekommen ging es erstmal den Beg runter mit einigen Overlooks. Am Visitor Center bekamen wir für einen Montag unerwartet keinen Parkplatz, sodass wir uns entschlosssen haben weiter zu fahren. Zuerst ging es durch Springdale, dann ein Stück entlang des Virgin River Hwy 9. Anschließend auf die 59 in Richtung Fredonia in Arizona angekommen ging es dann auf den Hwy 89 A. Vorbei an der Abzweigung zum Hwy 67 der zum North Rim des Grand Canyon führt. Wir steuerten dann einen Campground an, den Bekannte 2015 gefunden hatten und zwar Lee´s Ferry CG. Dieser Platz war sehr schön gelegen aber eigentlich war es uns zu früh zum Übernachten. Wir haben uns dann aber noch bis an den Colorado River getraut und ein paar schöne Fotos gemacht. Am Ende des Tages sind wir dann noch bis Page gefahren aber nicht ohne vorher noch an der Navajo Bridge an zu halten. Am Walmart angekommen haben wir uns sehr gewundert, dort standen mindestens 20 Wohnmobile zum Übernachten. Hatten wir bis dahin noch nie gesehen und es kam auch keiner der uns von dort verjagt hat.

16. Mai 2017

Heute wollten wir wieder mit Anna und Dieter zusammen fahren. Sie hatten sich an den anderen Tagen noch den Arches NP angesehen und einen ungewollten Stop in einer Werkstatt gemacht. Ein Jemand aus der Schweiz hatte ihnen den Spiegel abgefahren und der Selbige ist in die Linke Seitenscheibe gekracht. Aber alles wurde wieder gut. Am Hwy 89 trafen wir uns an der GAP Tankstelle und fuhren gemeinsam in Richtung Grand Canyon. Da heute nicht so ein starker Wind herrschte, entschieden wir uns für einen Rundflug über den Canyon. Es war ein unbeschreibliches Erlebnis Peter und ich kamen am Ende aus dem Grinsen nicht mehr raus. Anna und Dieter holten uns am Ende wieder ab, sodass es auch Fotos von der Landung gibt. Mit den Beiden fuhren wir dann nach Williams um dort zu Übernachten. Der erste Campground war Full. Dann haben wir uns erst mal einen Parkplatz gesucht und zu Abend gegessen. Danach ging es zum KOA in Williams. Das war der teuerste CG auf der ganzen Fahrt. 60$ pro Nacht. Darauf haben Anna und ich uns einen Jim Beam Honey gegönnt. 

17. Mai 2017

Zunächst steuerten wir Seligman an, wir wollten bei "Lilo´s Cafe einkehren. Als wir unsere Fahrzeuge abgestellt hatten gingen Anna, Dieter und ich schon mal vor. Nur mein Peter lies auf sich warten. Als er dann endlich kam, war er in heller Aufregung. Er fand seine Portemonnaie nicht. Wir haben ihn erst mal wieder beruhigt, das muss ja irgendwo sein. Nach dem Cafe gingen wir Beide zusammen ins Womo und drehten es auf links. Uns jetzt erzählt jemand anders weiter, denn der hat das alles live miterlebt.

Gestatten, mein Name ist Amy.

Die Beiden kamen rein und haben das Womo wirklich von links nach rechts untersucht und fanden nichts. Also was tun? Abends hat Peter es noch gehabt aber ab da verliert sich jede Erinnerung wo es sein könnte. Sie überlegten und überlegten und letzten Endes fuhren sie erst mal zurück auf den KOA CG in Williams. Das Personal des CG war sehr hilfsbereit. Aber auch da blieb das Gesuchte verschwunden. Und dann kam wie Helene Fischer schon singt: "Das volle Programm". Alle Karten sperren lassen, Polizeistation aufsuchen, Geldbörse als vermisst melden. In der Zwischenzeit habe ich ein Nickerchen gemacht, war ja endlich mal Ruhe im Womo. So nach gefühlten zwei Stunden ging es dann weiter nach Seligman zum KOA Campground, dieser war fast um die Hälfte günstiger als der Vorherige. Da es Abend wurde hat Ellen dann mit kochen angefangen. Wenn man kocht, das wisst ihr auch macht man Fenster auf. Dazu muss ich sagen, muss Ellen immer auf die zwei vorderen Sitze steigen um überhaupt an die Dachluke zu kommen. Da fiel ihr Blick nach links, dort lag die Leiter um in den Alkoven zu kommen. Die Leiter ist schwarz und diese zeigte in der Mitte ein komische Wölbung. Ihr könnt euch vorstellen, was diese Wölbung war? Genau das verfl.... Portemonnaie. Ich hab ja gesehen wie das da oben hin gekommen ist, aber ich petze nicht. Hahahahaha

18. Mai 2017

Am Abend zuvor hatte ich, Peter beim Barbier von Seligman, dem legendären Angel Delgadillo einen Termin um 08:00 Uhr morgens früh bekommen zum rasieren. Dazu muss ich sagen, dass ich mich normalerweise trocken, also mit einem Elektrorasierer rasiere. Ich hatte mich bereits drei Tage lang nicht rasiert in der Hoffnung, mich von dem wohl weltbekanntesten Barbier überhaupt rasieren zu lassen zu können. 

Zur Vita dieses legendären Mannes schreibt Wikipedia: 

Als am  22.9.1978 ein wichtiges Teilstück des Interstate Highway 40 eröffnet wurde, führte dies schlagartig dazu, dass die Touristen den kleinen Ort Seligman weiträumig umfuhren. Seligman war wie viele andere Orte an der Route 66 über Nacht vom Durchgangsverkehr dieser wichtigen Ost-West-Verbindung abgeschnitten. Für die meisten Orte an der Route 66 mit ihren Motels, Restaurants und Tankstellen waren die Durchreisenden jedoch der Hauptwirtschaftsfaktor. Viele Orte verfielen zusehends.

Delgadillo und einige Gleichgesinnte wollten sich nicht damit abfinden, dass auch ihr Ort zur Geisterstadt werden sollte. Jahrelang kämpften sie dafür, dass die Route 66 als "State Historic Route", vom Bundesstaat Arizona anerkannt und geschützt wird, bis sie 1987 tatsächlich Erfolg hatten. 

Ist die Route 66 seitdem als Mother Road (Mutter aller Straßen)weltweit bekannt, so darf man wohl Angel Delgadillo als Father of Historic State Route 66 (Vater der historischen Staatsstraße 66) bezeichnen.

Um es kurz zu machen, es ist schon ein ganz besonderes, wahrsten Sinne des Wortes hautnahes  Erlebnis für einen Mann, sich von einer 90-jährigen leibhaftigen Legende sehr gekonnt einseifen zu lassen. Zunächst wurde sehr fachmännisch mit heißen feuchten Tüchern die Haut auf das "shaven" vorbereitet. Anschließend wurde mit einem Pinsel der selbstverständlich von ihm selbst angerührte Rasierschaum aufgetragen. Es folgte das Schärfen des Rasiermessers auf einem Lederriemen gefolgt von der eigentlichen Rasur. Abschließend wurde noch ein Rasierwasser zur Beruhigung der Haut aufgetragen. Die ganze Prozedur erfolgte auf seinem alten, verschlissenen mit Leder bezogenem Rasierstuhl - schon allein auf so einem Altertümchen Platz nemen zu dürfen war das frühe Aufstehen wert. Und ja - meine Ellen konstantierte mir, ich wäre noch nie so gut rasiert gewesen!

Dies war für mich bei unserem dritten Besuch in seinem Barbershop ein weiteres unvergessliches Highlight dieser Tour.

Die Fotos von dem Barber Shop

Danach fuhren wir über Kingman nach Hackberry und Oatman die Eselstadt.

19. Mai 2017

Am Tag zuvor waren wir bis zum Lake Isabella gefahren. Hier gab es einen Erholungstag. Wäsche waschen und Womo putzen sowie den ersten Koffer schon wieder packen. Nachmittags kamen Anna und Dieter zu uns. Sie hatten in der Zwischenzeit Freunde besucht und waren durchs Death Valley gefahren. Abens haben wir wieder mal den Grill angeworfen. 

20. Mai 2017

Entlang des Lake Isabella fuhren wir in Richtung Sequoia NP.   

Hier stehen die riesen Mammutbäume   es ist schon sehr beeindruckend wenn man vor so einem riesen Baum steht. Abend haben wir wieder einmal auf einem Walmart Parkplatz übernachtet. 

Die Fotos sind nicht chronologisch, da von mehreren Fotoapparaten. 

21. Mai 2017

Das letzte Highlight unsere Tour war der Yosemite NP. Wir fuhren von Sanger los, wo wir am Walmart übernachtet hatten. Erst ging es über I 41 und dann auf den Hwy 140 an den Overlooks gab es kaum Parkplätze, es war nämlich Sonntag und da sind alle die laufen,fliegen und fahren können unterwegs. Nun, das wichtigste konnten wir sehen und fotografieren. Yosemite Village sind wir nicht rein gefahren, sondern gleich auf die Big Oak Flat Road (120). Eine sehr schöne Strecke. 

22. Mai 2017

Bis zu unserem letzten Campground waren es nur wenige Meilen, sodaß wir schon ziemlich früh dort ankamen. Ich befasste mich sogleich mit Koffer packen und Womo säubern. Abends haben wir ein letztes Mal gegrillt und gingen früh schlafen. 

 

23. Mai 2017

 

Um halb neun fuhren wir zur Abgabestation, die Abgabe lief problemlos und als wir alles erledigt hatten , bestellten wir bei UBER ein Taxi welches uns zum Flughafen brachte. Dann kam das übliche Prozedere am Flughafen.  Wir landeten mit 45 Minuten Verspätung in Düsseldorf, wo wir von Bekannten abgeholt wurden. 

 

 

Resume:

Es war eine tolle Reise mit Feunden wir haben viele Eindrücke mitgebracht und nach der Reise ist vor der Reise.

 

Viele fragen sich sicher was kostet das alles.

Flüge von Düsseldorf über Amsterdam nach Minneapolis 1076,- € für 2 Pers.

Wohnmobil (Neuwagenüberführung) von Apollo 806,-€

Spritkosten für 3655 Meilen ca. 1000,- US $ 

Lebensmittel und Kleinkram ca. 650,- US $

Reisetagebuch von Ellen & Peter Jost

Wilhelm Busch sagte mal:

Viel zu spät erkennen viele

die versäumten Lebensziele,

drum Mensch sei weise!

Höchste Zeit ist´s! Reise, Reise.

 

 

 

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© Peter Jost