Neuseeland Nord- und Südinsel

vom 25.12.2017 bis 21.01.2018

Abflugtag und Ankunft Singapur 25.12.2017

mit dabei waren Anna und Dieter, Brigitta und Harald sowie Claudia, Jörg, Ellen und ich.

 

 

 

Abflug 19:50 Uhr ab Düsseldorf nach Zürich

Abflug Zürich 22:45 Uhr nach Singapur

Ankunft Singapur 26.12.2017, 18:00 Uhr Ortszeit

 

Der erste Eindruck von uns nach dem verlassen des klimatisierten Flughafengebäudes war der, als stehen wir in einer überhitzten Waschküche. Es herrschte eine Temperatur von ca. 30° bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von um die 90%.

 

Unser erster Taxifahrer brachte uns statt zum Hotel Marina Mandarin zum Hotel Marina Oriental. Von dort mussten wir dann nochmals ein Taxi für "umme Ecke" nehmen, denn zu Fuß zum richtigen Hotel samt Koffern und Gepäck war zu weit.

 

Abends vor dem Zubettgehen zeigte meine Wetterapp auf dem Handy noch eine Temperatur von 28° und 85% Luftfeuchtigkeit.

Das ist absolut kein Wetter für uns!!!

Dafür war der Ankunftsabend mit einer grandiosen Lasershow auf dem Wasser an der Marina Bay ein absoluter Hit.

 

27.12.2017

Ganztags Singapur

 

Diesen Tag genossen wir auf einer Stadtrundfahrt mit zwei Linien auf einem Hop on, Hop Of-Bus. Zu irgendwelchen weiteren körperlichen Aktivitäten konnten wir uns angesichts der drückenden Schwüle nicht aufraffen.

28.12.2017

Weiterflug um 20:50 Uhr nach Auckland

Ankunft 11:45 Uhr am 29.12.2017

Wir flogen zum ersten Mal in einem Airbus A380. Wir stellten fest, dass dieser Riesenvogel in der Luft vom Geräuschpegel her überraschend ruhig fliegt.
Auf dem Sitz, auf dem ich als erstes saß, funktionierte der Bildschirm nicht. Ein freundlicher Nachbar bot an, die Sitzplätze zu tauschen damit wir nebeneinander sitzen können, denn der Sitz links von mir in der Viererreihe war noch frei.

 

Kurz nachdem wir die Sitze getauscht und ich mir das erste Video ausgesucht hatte, fiel das Entertainment in dem Flieger dann aber komplett aus. Kein Video, keine Fluginformation, nichts funktionierte mehr.

 

Zum Glück hatte ich meinen Tolino mit und konnte wenigstens etwas lesen. Es gelang mir aber auch zwischendurch ein kleines Nickerchen.

 

Nachdem wir am nächsten Morgen den Shuttle-Service des Mietwagenverleihers Jucy gefunden hatten konnten wir dort dank des mitgeführten Anhängers alles Gepäck von uns 8 Personen verladen. Es fanden sogar noch zwei weitere Touristen Platz in dem Kleinbus.

 

Die Übernahme des 8-Sitzer Fahrzeugs verlief reibungslos. Allerdings musste für das gesamte Gepäck der komplette Innenraum herhalten. Unsere Mitreisenden brauchten zur Fahrt zum Hotel ein Großraum-Taxi.

 

Nachdem ich dann endlich die im Fußraum per Pedal zu bedienende Feststellbremse gefunden hatte, folgte ich dem Taxi zum Mercure-Hotel in Auckland. Auf der Fahrt dorthin betätigte ich mehrmals statt des Blinkers den Scheibenwischer, denn in diesem Rechtslenker-PKW befand sich der Blinkerhebel rechts und der Hebel für den Scheibenwischer links am Lenkrad.

30.12.2017

 

Nachdem wir am Tag zuvor sehr früh zu Bett gegangen waren (der Jetlag forderte seinen Tribut) machten wir uns als erstes auf den Weg zu einem Frühstück. Jörg hatte bereits auf einem Morgenspaziergang eine Hütte gefunden, die neben anderen Gerichten und Drinks auch Frühstück anbot. Dort haben wir ein sehr leckeres Frühstück eingenommen.

Anschließend habe ich unsere Mitfahrer zur Abholung der „Moppets“ mit unserem 8-Sitzer-Miet-Toyota zur Vermietstation gefahren.

Nachdem wir den Toyota am Hotel wieder zum Valet-Parking abgegeben haben, haben wir zunächst in einem Vodafone-Shop eine Prepaid-Sim-Karte für Internet und Telefon gekauft.

Im Anschluss haben wir für den Sky-Tower in Auckland zum Senioren-Tarif von 46 NZ$ für uns beide Eintrittskarten erstanden, um von oben Videos und Fotos von Auckland zu machen. Auf dem Rundgang in der Aussichtsplattform, die teilweise einen Glasboden hatte, musste ich meinen Blick allerdings sehr strickt nach vorne richten.

Wir mussten danach feststellen, dass die 1,5 Millionen Einwohner-Stadt leider kein Hardrock-Cafe hat. Der Hurricane-Cocktail fiel damit leider aus - und die Mitbringsel von dort auch.

 

Auckland - Paihia 

31.12.2017 Fahrtag 1

 

Heute ging es zum ersten Mal auf Tour, zunächst Richtung Norden. Über sehr kurvenreiche Straßen erreichten wir Paihia, direkt an der Bay of Islands die in den Südpazifik mündet. Nach dem Einchecken im Hotel besorgten wir zunächst die Getränke für den Silvesterabend um anschließend im Restaurant des Hotels, ein köstliches Abendessen einzunehmen. Dann ging es an den Strand. Es ist schon ein für Europäer eigenartiges Erlebnis, den Silvesterabend am Strand bei ca. 22° Lufttemperatur zu erleben. Punkt 00:00 Uhr neuseeländischer Zeit, in Europa war es gerade 12:00 Uhr mittags an Silvester, erlebten wir dann ein gigantisches Feuerwerk welches von einem Ponton vor der Küste abgefeuert wurde. Im Schein des Feuerwerks badeten etliche Leute im Meer. Wir machten uns anschließend einen Spaß daraus, unserer Familie, Freunden und Bekannten einen Neujahrsgruß zu senden.

1.1.2018, Neujahr Fahrtag 2

 

Gegen 10:00 startete unsere Truppe weiter Richtung Norden zum nördlichsten Punkt Neuseelands, Cape Reinga. Da wir am Tag zuvor auf einer Fähre von den „Moppedfahrern“ getrennt worden waren, hatten wir die Hundertwassertoilette von Kawakawa noch nicht gesehen. Wir haben uns deshalb auf den kurzen Weg zurück nach Kawakawa gemacht um uns dieses schöne „Örtchen“ anzuschauen. Leider fing es dort heftig an zu regnen.

Anschließend sind wir auf direktem Weg zum Cape Reinga gefahren und haben uns dort mit den übrigen Mitfahrern getroffen. Am Cape Reinga gab es außer drückender Schwüle - nix. Kein Cafe, kein Souveniershop - absolut nix. Nach kurzer Besichtigung ging es deshalb auf Südkurs, denn wir hatten bereits den nördlichsten Punkt, mit den GPS-Daten 34°25'51.4"S 172°40'58.5"O unserer Reise erreicht.

In Kaitaia waren für uns im Loredo-Motel Zimmer gebucht, dort konnten wir direkt vor den einzelnen Wohnungen parken. Zu Fuß ging es in ein ca. 500 m entferntes Hotelrestaurant in dem fünf von uns Reisenden ein weiteres köstliches Abendessen genossen haben. Jörg meinte die Neuseeländer sind zwar keine Köche, können aber gut kochen.

Nach dem Abendessen hatte es leider wieder angefangen zu regnen und der Rückweg musste deshalb bei starkem Wind und Regen erfolgen. Vor unseren Zimmern genossen wir unter dem Vordach noch ein Glas Roten oder eine Flasche Bier.

2.1.2018 Fahrtag 3

 

In unserem Motel gab es wieder mal kein Frühstück. Deshalb ging es mit knurrendem Magen, der lediglich mit einer Tasse Kaffee „besänftigt“ wurde, weiter über Dargaville Albany, Glenfield Richtung Süden, Unterwegs, der 2. Januar ist in Neuseeland auch noch ein Feiertag, fanden wir keine Möglichkeit zum Frühstücken. An einer Tankstelle auf dem Weg besorgten wir uns ein paar Snacks zur Beruhigung unserer knurrenden Mägen. Wir eingefleischten Camper vermissten schmerzlich ein Wohnmobil mit den Selbstverpflegungsmöglichkeiten. In Wellsford gerieten wir in einen sehr großen Stau der uns ca. eine halbe Stunde Zeit kostete. Die Motorradfahrer schlängelten sich am Stau vorbei, was mit unserem „Bagagefahrzeug“ aber nicht möglich war. An einer Tankstelle trafen wir die Truppe dann wieder, dort machten sie kurz vor dem Tagesziel, dem Motel Aristoteles in North Shore eine Pause. Das Einchecken im Hotel war wieder schnell erledigt und es ging zu Fuß in ein Denny’s Schnellrestaurant.

3.1.2018, Fahrtag 4

 

Heute hatte Ellen die Gelegenheit erstmalig ein rechtsgelenktes Fahrzeug zu steuern. Über eine der schönsten Küstenstraßen Neuseelands führte uns der Weg Richtung Whitianga. Im Motel angekommen erfuhren wir, dass wir riesiges Glück mit dem Wetter hatten. Denn wo wir her kamen herrschte Sturm und Regen, Straßen waren gesperrt und Bäume umgeknickt.

 

4.1.2018, Fahrtag 5

 

Heute stand die Strecke von Whitianga nach Cambridge auf dem Plan. Es war bedeckt und regnete teils heftig. Zum fotografieren und für Videoaufnahmen hatten wir nur sehr begrenzt die Möglichkeit.

 

5.1.2018, Fahrtag 6

 

Als erstes stand heute der Besuch von Hobbiton Movie Set in Matamata, dem Drehort der Hobbit-Trilogie auf dem Plan. Leider hatte uns mittlerweile die Schlechtwetterfront eingeholt. Nachdem Abholen der Eintrittskarten, die Anna bereits von Deutschland aus bestellt und bezahlt hatte (das war auch nötig, denn am Eingang waren für diesen Tag keine Eintrittskarten mehr erhältlich), ging es zuerst mit einem Shuttlebus zu den eigentlichen Drehorten. Zu Beginn der zweistündigen Führung war das Wetter zwar bedeckt und es tröpfelte nur etwas. Trotzdem statteten wir uns am Beginn der Führung mit dort bereit stehenden Schirmen aus. Etwa auf der Hälfte der Führung wurden die Schirme dann auch gebraucht, es kübelte aus Eimern. Hobbiton im strömenden Regen - irgendwie erinnerte uns das an die Alhambra in Spanien, beim ersten Besuch dort goss es auch in Strömen.

Nachdem Besuch von Hobbiton haben wir den Rest der eigentlich vorgesehen Strecke gecancelt und im Navi die direkte und schnellste Strecke nach Taupo, dem nächsten Motel Tui Oaks eingegeben. An unserem Toyota habe ich zwischendurch den Scheibenwischer nur ein einziges Mal zum Besuch eines Subway-Restaurants ausgeschaltet.

In Taupo haben wir dann für das Abendessen ein Restaurant gesucht. Alle fußläufig erreichbaren Restaurants hatten jedoch keinen Platz für acht Personen. Offenbar gehen die Neuseeländer, insbesondere in den noch andauernden Winterferien, gerne zum Essen aus. Da das Wetter immer noch regnerisch war, setzten wir uns kurzerhand in den mit Koffern und Gepäck voll beladenen Toyota, fuhren zum nächsten Supermarkt und kauften für unser Abendessen etwas zur Selbstverpflegung. Wieder einmal vermissten wir leidenschaftliche Camper ein Wohnmobil, denn diese „Versorgungsprobleme“ sind uns absolut fremd. Im Womo hat man im Normalfall immer was dabei um sich selbst zu verpflegen - und kann trotzdem, wenn man Lust hat, in ein Restaurant ausgehen zum Essen. Dieses absolute Angewiesensein auf Fremdverpflegung war für uns sehr gewöhnungsbedürftig.

6.1.2018, Fahrtag 7

 

Heute stand die Strecke über Napier nach Palmerston North auf dem Programm. In Napier solltte es als Highlight Art Deko Häuser geben - nur kamen wir dort nicht hin. Wegen eines Radrennens und einer Marineparade wurden wir bereits vor diesem „Highlight“ von Streckenposten abgewiesen. Unser Navi, in dem die komplette Route aber eingespeichert war, wollte uns dann über Nebenstraßen auf die ursprüngliche Route lotsen. Auf diesem Weg entdeckten wir dann einen Hinweis auf einen Aussichtspunkt namens Bluff Hill, den wir sonst nicht gefunden hätten. Von hier gelangen uns schöne Aufnahmen von Napier „von oben“ mit dem Hafen und der Küste und wir konnten das geschäftige Treiben bei der Be- und Entladung eines Containerfrachters beobachten.

Das Wetter hatte sich mittlerweile auch wieder gebessert und die Sonne strahlte, es ging aber ein kühler Wind.

Über die im Navi eingespeicherte Route wurden wir über eine wunderschöne Nebenstrecke Richtung Palmerston North geleitet. Auf diesem Weg gelangten wir in einen winzigen Ort namens Ormondville, der sogar einen kleinen Bahnhof hatte. Hier mussten wir kurz anhalten und Foto- und Videoaufnahmen machen. In Palmerston North trafen wir dann auch unsere „Moppetfahrer“ wieder.

7.1.2018, Fahrtag 8.

 

Heute war bereits die Hälfte unserer Reise erreicht und es ging Richtung Wellington zur letzten Etappe auf der Nordinsel Neuseelands.

Bei der Ausfahrt aus dem Hotel blickten wir auf eine Allee, die uns an die Oak Alley vor New Orleans in Luisiana erinnerte. Mittlerweile lachte wieder die Sonne und es ging über kurvenreiche Nebenstraßen und über einen Pass an eine fjordähnliche „Meereseinbuchtung“ nach Wellington. Mittlerweile hatten wir ca. 1.457.688 Schafe gezählt und ich frage mich mittlerweile, wo es mehr Schafe gibt. In Schottland oder

Neuseeland? Im Hotel angekommen vermissten wir einmal mehr ein Reisemobil. Wir gingen zu Fuß zu einem ca. 400 m entfernten Supermarkt und kauften dort für das Abendessen etwas Salat, Joghurt und Obst. Ellen schlug vor ein Schnitzel in derPfanne des Motels zu braten. Nach meiner Frage: brauchen wir dafür nicht Öl oder so was? hatte sich das gerade wieder erledigt. Warum gibt es eigentlich keine Portionspackungen von Bratfett, Fritieröl oder ähnliches wie z. B. Kaffeesahne oder Zucker???

So blieb es heute wieder bei Kaltverpflegung

8.1.2018, Fahrtag 9

 

Nach einer Nacht in einem viel zu kleinen Bett waren wir morgens früh alles andere andere als ausgeschlafen.

Zunächst ging es zu früher Stunde um 7:30 Uhr nur ein kurzes Stück bis zum Fähranleger der der Fa. Interisland zur Fährfahrt von der Nord- zur Südinsel Neuseelands. Obwohl wir vor den Moppetfahrern los sind, haben diese uns auf der Einfahrt zur Fähre überholt, wir standen mal wieder in der Schlange, die offensichtlich penibelst kontrolliert wurde. Entsprechend zähflüssig folgte die Abfertigung.

Aber pünktlich wenige Minuten nach 09:00 Uhr legte die Fähre dann doch ab. Die Überfahrt zur Südinsel betrug knapp über drei Stunden. Es war endlich auch wieder strahlender Sonnenschein und so verlief die Fährfahrt sehr ruhig. Die anschließende Fahrt auf der Südinsel nach Motueka verlief erneut durch wunderschöne Landschaften, teilweise direkt an der Tasmansee entlang. Ellen musste teilweise das Steuer übernehmen, weil mir nach dem schlechten Schlaf der letzten Nacht die Augen zufielen. In Motueka haben wir das bisher beste Motel der Reise erlebt, mit insgesamt fünf Betten, vier davon in getrennten Schlafzimmern und eins im großzügig bemessenen Wohn-/ Küchenraum. Sogar eine getrennte Gästetoilette war vorhanden.

9.1.2018, Fahrtag 10

 

Nach einem ausgiebigen Frühstück, welches ich mir mit den wenigen mitgeführten Lebensmitteln einverleibte, sind wir als erstes zu einem Optiker „umme Ecke“ gefahren. Denn wir hatten am Abend zuvor nauf dem Weg zu einem Restaurant endlich den ersten Optiker gefunden, der nur ca. 200 m von unserem Hotel entfernt war. Dort hat Ellen ihre Brille, von der sich ein Nasenpolster verflüchtigt hatte, reparieren lassen. Anschließend haben wir uns vor einer in der Nähe liegenden Bäckerei getroffen, wo die anderen Mitreisenden frühstückten.

Nach dem Frühstück starteten wir zunächst noch bei Sonne zur heutigen Tagesetappe nach Kaikura. Leider bewölkte sich wieder zunehmend der Himmel und die Moppedfahrer zogen sich unterwegs vorsichtshalber das Regenzeug an. Im Verlauf des State Highway 1 trafen wir dann auf etliche Baustellen, die die Schäden des Erdbebens vom 14. November 2016 reparierten. Ganze Straßenteile des State Highway 1 mussten komplett erneuert werden.

 

Am frühen Nachmittag trafen wir dann im Bella Vista Motel in Kaikura ein und wir legten uns erst mal kurz zur Ruhe. Die Moppedisten sind in den Ort, Frühstück für den nächsten Tag zu besorgen und etwas zum Abendessen zu suchen, denn am nächsten Tag hatten von unserer Gruppe fünf Personen eine Wale-Watching-Tour vorgebucht. Für sie hieß es dann am nächsten Tag sehr früh raus.

 

Mit Ellen bin ich dann Abends noch in den Ort gefahren und wir haben an einer Fischbude gegessen. Ellen hatte sich Fish and Ships, ich einen Monsterburger bestellt. Als ich den Riesenburger dann serviert bekam habe ich sofort erkannt, warum er als Monsterburger auf der Karte stand. Der Versuch, ihn komplett zu essen, habe ich von vorneherein sein gelassen und ich habe mich sofort an das leckere Innere gemacht.

10.1.2018, Fahrtag 11

 

Heute war wieder eine sehr rege Betätigung des Scheibenwischerschalters angesagt - aber ausschließlich, um zwischen Dauerbetrieb und den verschiedenen Intervallstufen umzuschalten. Es regnete die gesamte Fahrstrecke bis nach Westport. Die Fahrt ging quer durch das Land und über den Lewis Pass bis zur Westküste der Südinsel Neuseelands. Zu Beginn der Fahrt hatten wir starken Nebel mit Sichtweiten um die 50 Meter. 5 Personen der Gruppe hatten sich morgens früh bereits auf den Weg zu einer Wahlbeobachtung gemacht so dass wir zwei mit Jörg „im Schlepp“ zunächst allein unterwegs waren. Im Verlauf der Fahrt legte sich zum Glück der Nebel und die Fahrt führte über etliche Baustellen, die meist mit Streckenposten nur einspurig befahrbar waren. Gegen Ende der Fahrt gelangen uns dann trotzdem noch einige schöne Foto- und Videoaufnahmen am Buller River.

 

11.1.2018, Fahrtag 12

 

Ich könnte es mir einfach machen und hinsichtlich des Wetters auf den vorhergehenden Tag verweisen - nein, stimmt nicht ganz, heute hat es aus Eimern geschüttet. Der Scheibenwischer an unserem PKW lief überwiegend im Power-Mode. Unsere „Moppedfahrer“ taten mir leid.

Die Strecke von Westport bis nach Franz-Josef-Glazier verlief durchgängig im strömenden Regen. Zu Beginn lag noch Cape Foulwind auf der Route. Dort sollte eine Robbenkolonie sein. Aber selbst den Robben war es wohl zu nass und so waren sie alle im Meer.

In Franz-Josef-Glazier angekommen wurde flugs das Auto leer geräumt und wir sind alle zur nur 2 min Fußweg entfernten Kiwi-Aufzuchtstation gefahren. Als wir die Besichtigung dort beendet hatten, hatte auch endlich der strömende Regen aufgehört.

12.1.2018, Fahrtag 13

 

Heute mussten wir nochmals früh raus, denn eine „Moppedfahrerin“, Claudia, musste mit Ihrer BMW in die Werkstatt. Sie hatte einen deutlichen Druckverlust auf dem Hinterrad. Die Fahrt dorthin in den Ort Fox Glacier gestaltete sich schwierig, denn auf der gesamten nur ca. gut 20 km langen Strecke befand sich eine ältere Dieselspur. Die Straße war so extrem glatt, dass bergauf die Vorderräder unseres PKW teilweise durchdrehten und bergab das ABS ansprach. Aber Claudia und wir meisterten die Strecke ohne Unfall und erreichten die Werkstatt. Von dort haben wir als erstes telefonisch die anderen drei Kradfahrer vor dieser gefährlichen Ölspur gewarnt.

Nach der Reparatur des Hinterrades ihrer BMW ist Claudia dann mit den anderen Kradfahrern weiter, während wir ausgangs von Fox Glacier als erstes links abgebogen waren zu einem Parkplatz des Fox Glacier Viewpoint. Von dort ging es einen kurzen, aber höchst interessanten Weg zu einem atemberaubenden Ausblick auf den Gletscher. Allein der Weg war den Abstecher schon wert: Wir erlebten baumgroße Farne, einen interessant plätschenden Bach und einen wahren Urwald, in dem die Natur sich selbst überlassen war.

Die weitere Fahrt erfolgte Richtung Queenstown bei endlich wieder strahlendem Sonnenschein. Wir fuhren entlang einiger Seen und machten reichlich Foto- und Videostops.

In Queenstown hatten wir dann wieder einmal ein Hotel - aber was für eins. Es sollte ein architektonisch anspruchsvolles Hotel sein. Nun über Geschmack kann man sich streiten - uns gefiel es nicht: Polierter Betonboden, ein Sisalteppich, das Bad fast komplett in schwarz mit einer einzigen funzeligen Schiffsarmatur als Deckenleuchte. Auch im Wohnraum nur zwei funzelige Wandlampen und eine Kugellampe an der Decke. Als einziger Sichtschutz zum vor dem Fenster verlaufenden Laufbalkon aus Holz ein Pferdedecken-ähnlicher schwerer Vorhang. Zugezogen stand man sprichwörtlich in Dustern. Gemeinsam haben wir dann dort ein Abendessen zu uns genommen, dieses war jedoch sehr lecker.

 

13.1.2018, Fahrtag 14

 

Die heutige Tagesetappe ging Richtung Milford Sound. Bei wieder strahlendem Sonnenschein haben wir zunächst unseren PKW an einer BP-Tankstelle aufgetankt und dort auch gleich mit den anderen Mitreisenden gefrühstückt. Danach haben wir einen Supermarkt aufgesucht, um etwas Obst und Verpflegung einzukaufen. Die anschließende Fahrt ging erneut an zwei malerischen Seen entlang an denen wir wieder etliche Foto- und Videostops einlegen mussten. Auf dem Highway Richtung Milford Sound trafen wir dann an einem Parkplatz unsere „Moppedfahrer“ wieder. Der Milford Sound ist ab dem Ort Te Anau nur über eine einzige, 120 km lange Straße zu erreichen. Diese endet als Sackgasse direkt am Sound an drei großen Parkplätzen. Zusammen kamen wir bereits gegen 15:30 Uhr recht früh an der Milford Sound Loge an. Diese Loge hatte sowohl einzelne Häuser im Stil eines Motels als auch einen Campingplatz, den wir als Camper kurz wehmütig inspizierten.

 

14.1.2018, Fahrtag 15

 

Als Erstes stand heute die bereits von Anna in Deutschland gebuchte Fahrt mit einem Katamaran auf dem Milford Sound auf dem Programm. Auf der Hinfahrt zum Parkplatz, der nur wenige hundert Meter von unserer Milford SoundLodge entfernt war, mussten wir feststellen, dass unser Tomtom Navi den Geist aufgegeben hatte. Das Navi verweigerte komplett seinen Dienst und ließ sich auch nicht mehr resetten.

Die Fahrt auf dem Milford Sound war großartig. Bei strahlendem Sonnenschein ging es bis zur Mündung des Milford Sound in die Tasmanische See. Auf der Rückfahrt fuhr das Schiff ganz nah an die zwei Wasserfälle, Stirling Falls und Bowen Falls so nah heran, dass man bereits leicht die Gischt spürte. Großartig!!!

Anschließend ging es auf der einzigen Straße zurück bis zu einer Caltex-Tankstelle in dem Ort Te Anau. Dort wurden u

nser Fahrzeuge sämtlich aufgetankt und im nebenan liegenden Subway ein zweites Frühstück eingenommen. Dort gelang es uns auch - wir hatten wieder über unser Smartphone Kontakt zur Außenwelt und ins Internet - Google Maps zu aktivieren um die heutige Strecke nach Invercargill einzugeben. Die Fahrt bis Invercargill verlief erneut durch wunderschöne Landschaften bei strahlendem Sonnenschein. Unterwegs hielten wir kurz an der Bucht Gemstones on Beach bei der Ortschaft Orepuki direkt an der Te Waewae Bay. Durch die Klimaanlage in unserem PKW merkten wir nicht, dass es immer heißer geworden war. Ellen ließ es sich nicht nehmen, die Füße kurz in das ca..20°warme Wasser an der Te Waewae Bay zu halten. In Invercargill angekommen bemerkten wir eine Temperatur von deutlich über 30°.

15.1.2018, Fahrtag 16

 

Die heutige Route ging von Invercargill nach Duniden. Auf diesem Weg lag etwas abseits der südlichste Punkt Neuseelands, am Slope Point. Der Weg dorthin führte allerdings über ca. 14 km Schotterstrecke. Dieser Slope Point markierte mit hoher Wahrscheinlichkeit auch den südlichsten Punkt, den wir in unserem Leben jemals erreichen werden. Das Wetter war wie in den Vortagen, Sonne pur von einem leicht bewölkten Himmel bei Temperaturen von über 30°.

Auf dem weiteren Weg lagen auch die Niagara-Fälle Neuseelands. Dabei handelte es sich aber um einen Joke. Eine Cafebesitzer hatte zu wenig Kundschaft und dachte sich den Jux mit den Niagara-Fällen aus. Die (https://www.stuff.co.nz/southland-times/news/features/78621267/southlands-niagara-falls-name-started-as-a-joke) sind nämlich „ein bisschen kleiner“ als die in Nordamerika. Aber der Joke funktionierte, der Laden brummte fortan.

Wir haben denn diese „Sehenswürdigkeit“ auch links bzw. rechts liegen lassen und sind daran vorbei gefahren. Auf dem weiteren Weg haben wir am Florence-Hill-Lookout angehalten. Hier badeten einige Neuseelländer im Meer.

Links an der Straße kamen wir an der Lost-Gypsy-Gallery vorbei. Dies war ein zu einem Cafe umgebauter grüner Bus.

Weiter ging es und links an der Fahrtroute lag das Tea-Pot-Land Owaka.

In Duniden angekommen bezogen wir zunächst die Zimmer im Motel um anschließend zur Baldwin Street zu fahren. Diese steht im Guinnes-Buch der Recorde als die steilste Straße der Welt mit einer Steigung von ca. 35 %.

Abends haben wir dann vor dem Motel locker zusammen gesessen und auf das nahe Ende der Traumreise angestoßen.

 16.01.2018

16.1.2018, Fahrtag 17

 

Leider stand heute bereits die letzte Etappe von Duniden nach Christchurch an. Auf weiten Strecken ging es über den State Highway 1. Als erstes fanden wir rechts neben der Straße einen leicht bewaldeten Parkplatz direkt am Meer auf dem einige Wohnmobile standen, die dort offensichtlich übernachtet hatten. Und wieder vermissten wir ein Womo. Weiter ging es dann zu den Motueka Boulders, einer Ansammlung von runden Steinen, die wie Fußbälle aussehen. Dort erwischte mich dann leider ein sehr heftiger Morbus-Menière-Anfall und die weiteren Sehenswürdigkeiten mussten wir auslassen. Wieder war Ellen gefordert, auf dem direkten Weg das nächste Motel anzusteuern.

  

 

 

17.1.2018

 

Heute war leider die schöne Reise zu Ende und es stand die Abgabe der „Moppets“ und des Mietwagens und der Rückflug zur letzten Übernachtung in Neuseeland an. Die Moppedfahrer fanden in Christchurch noch einen Harley-Dealer den wir nach der Abgabe der „Moppets“ noch ansteuerten. Dann ging es vollgepackt mit Gepäck und drei „Moppetfahrern“ zum Flughafen, die anderen drei nahmen sich ein Taxi. Ellen und ich tankten noch den Mietwagen auf, gaben diesen bei Jucy in Christchurch ab und mit dem Shuttleservice von Jucy sind wir dann auch zum Flughafen gefahren worden. Der Kilometerzähler unseres Mietwagens zeigte eine Gesamtfahrstrecke von 5095 km an.

 

 

18.01.2018

Um 15:00 Uhr ging der Flieger nach Hongkong, dort blieben wir noch 2 Nächte. Um 21:00 Uhr kamen wir in Hongkong an. Anna kümmerte sich gleich nach Empfang der Koffer sofort um ein Taxi. Die freundlichen Angestellten brachten uns zum Taxistand und kümmerten sich um das Einladen der Koffer. Dann ging es im Eiltempo in Richtung Hotel, der Fahrer hatte wohl nach uns Feierabend, denn so eine rasante Fahrt mit einem Taxi hatten wir noch nicht erlebt. Heile im Hotel angekommen, fielen wir noch totmüde ins Bett. 

19.01.2018

Ganztags in Hongkong

20.01.2018

Da unser Flug erst um 23:50 Uhr startete, hatten wir den ganzen Tag noch Zeit einmal durch Hongkong mit dem Hop on Hop off Bus zu fahren. Am Tag zuvor hatten wir die rote Route abgefahren. Heute wollten wir die grüne Route nehmen, das war eine gute Entscheidung. Wir fuhren in die Randgebiete dieser Millionenstadt, in den Stadtteil Aberdeen. Hier gab es schöne Häuser und einen großen Vergnügingspark, sowie einen Starnd und einen kleinen Hafen. Als es anfing dunkel zu werden, machten wir uns auf den Weg zum Hotel und warteten dort bis unser rassanter Taxifahrer uns wieder zum Flughafen brachte. Mit letzten Eindrücken vom schimmernden Hongkong kamen wir am Flughafen an uns checkten auch gleich ein. Alles lief problemlos vonstatten und wir begaben uns in den Wartebereich. Pünklich hob der Flieger ab. 

21.01.2018

Der Flug von Hongkong nach München und Düsseldorf verlief reibungslos und ruhig. Am Sonntag kamen wir, nachdem wir unser Auto wieder abgeholt hatten, so gegen 11 Uhr nach Hause.

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© Peter Jost